Nicht auch noch meine Haare

Zweithaarspezialisten von Salon Fissmann helfen Krebspatienten
Der Schock nach der Krebsdiagnose sitzt meist sehr tief. „Wer denkt, dass da die Haare erst mal unwichtig werden, der täuscht sich. Wenn die Chemotherapie beginnt und die ersten Haare ausfallen, setzt oft Panik ein. Nicht nur macht eine Glatze die Krankheit für alle sichtbar, auch wird man sich selbst, ohne seine vertrauten Haare, fremd. Das verunsichert nur noch weiter“, berichtet Udo Fissmann.

Er und sein Team arbeiten seit vielen Jahren mit Krebspatienten zusammen. Die Zweithaarexperten haben in dieser Zeit viel Erfahrung sammeln können und wissen um die Fragen, die die Betroffenen beschäftigen. „Der erste Anruf bei uns fällt den meisten schwer. Sie wollen eigentlich keine Perücke, keine „Matratze“ oder „Fiffie.“ Udo Fissmann bietet dann immer erst mal einen Beratungstermin an. Der findet in einem separaten Raum im Salon statt, wo der Kunde im Einzelgespräch völlig anonym und diskret, alle Fragen im Gespräch mit den Experten klären kann. „Erst mal nehmen wir die Berührungsängste und zeigen dann, dass heutige Perücken alles andere als ein schlechter Ersatz sind.“

Insgesamt 300 Perücken liegen im Salon zur Auswahl vor. Ist nicht das Richtige dabei, kann eine Auswahl bestellt werden. „Unser Ziel ist es immer, dass wir unsere Kunden glücklich machen. Bei Krebspatienten heißt das in den meisten Fällen, dass wir ihr gewohntes Erscheinungsbild erhalten. Ein Umstyling wollen in dieser Situation die Wenigsten.“ Am Ende soll der Kunde mit seiner Perücke kaum eine merkliche Veränderung zum Original spüren. „Wenn wir erfolgreich waren, sieht der Kunde mit Perücke aus, als würde er gerade vom Friseur kommen.“ Um dies hinzubekommen, arbeiten die Profis eng mit dem Kunden zusam- men, um dessen Wünsche genaustens umsetzten zu können. „Wir beraten unsere Kunden fair und zeigen Ihnen, was sinnvoll ist. Außerdem lassen wir sie dann nicht allein, sondern begleiten den gesamten Weg. Von der Pflege bis hin zum Schriftverkehr mit den Krankenkassen.

Wir kümmern uns um alles“, beschreibt Udo Fissmann seinen Rundum-sorglos-Service. Er rät Krebspatienten so früh wie möglich, den Beratungstermin zu nutzen - am besten noch vor der ersten Chemotherapie. „Dann kann man frühzeitig Bedenken und Ängste ansprechen und hoffentlich aus dem Weg räumen.“ Der Salon beteiligt sich seit vielen Jahren an der Aktion Rapunzel, bei der man seine Haare für den guten Zweck spenden kann. „Wir sammeln das ganze Jahr über Haare. Sie sollten möglichst unbehandelt sein und mindestens 20 Zentimeter lang sein“, berichtet der Friseurmeister, den es nach wie vor sehr bewegt wie oft Menschen aus dem Kreis dieses Angebot annehmen und ihr Haar spenden. „Besonders wenn kleine Kinder kommen, weil sie etwas für kranke Kinder tun wollen, ist das sehr berührend.“

Der Salon Fissmann ist unter 0 56 51/6 02 32 erreichbar. Es wird um eine vorherige Terminvereinbarung gebeten.
Werra Rundschau (ulk)

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